Sollten wir ausgerechnet jetzt über fallende Kurse sprechen? Gerade jetzt!

Über die Bedeutung langfristiger Anlagestrategien kann man eigentlich immer reden. Doch jetzt, wo sich die globalen Aktienmärkte neuen Rekordständen nähern, während überall um uns herum große Unsicherheit herrscht, ist ein solches Gespräch vielleicht besonders wichtig. Wenn die Kurse an den Aktienmärkten fallen und die Emotionen hochkochen, fällt ein entsprechender Check nämlich sehr viel schwerer.

An dieser Stelle fragen Sie sich vielleicht, ob wir Sie auf einen Abschwung vorbereiten wollen. Die kurze Antwort lautet nein – und ja. „Nein“, weil wir nicht wissen, wie sich die Märkte in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten entwickeln werden. „Ja“, weil wir genau wissen, dass Kursrückgänge, und manchmal auch erhebliche Einbrüche, in der Vermögensanlage unvermeidbar sind. Kunden mit einem guten Berater wissen das, halten unbeirrt an ihren Zielen fest und lassen gelegentliche Stürme einfach vorüberziehen.


Wirtschaft und Märkte senden gemischte Signale

Die meisten großen Volkswirtschaften sind noch immer voll mit der Pandemie beschäftigt, wir erwarten daher auch in den kommenden Monaten eine expansive Geld- und Haushaltspolitik. Doch in einer (noch) fernen Zukunft werden die Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur auslaufen, und das wird sich auch in den wirtschaftlichen Fundamentaldaten und an den Finanzmärkten bemerkbar machen.

Die Zentralbanken wollen noch weit über das laufende Jahr hinaus an ihrer Niedrigzinspolitik festhalten. Die Märkte jedoch schauen immer nur nach vorne – und werden daher irgendwann auch Zinserhöhungen einpreisen. Die niedrigen Zinsen, die die Aktienbewertungen in die Höhe getrieben haben, werden also irgendwann wieder steigen.

Der Standard & Poor‘s 500 Index der wichtigsten US-Aktien hat das vergangene Jahr auf einem Rekordhoch beendet und diesen Rekord im neuen Jahr bereits zehnmal gebrochen.

In den vergangenen Wochen kam es im Zuge schlagzeilenträchtiger Spekulationen mit einzelnen Aktien und sogar Rohstoffen zu steigender Volatilität.


Warum ein langfristiger Anlagehorizont so wichtig ist

Wir machen keine Vorhersage zu kurzfristigen Marktentwicklungen, denn wir haben keine Glaskugel. Anleger bei der Umsetzung ihrer langfristigen Anlageziele zu unterstützen, ist dagegen sehr wohl unsere Aufgabe. Daher wollen wir Ihnen dabei helfen, die Bedeutung jener Erfolgsfaktoren zu erkennen, die Sie selber kontrollieren können: klare und angemessene Ziele setzen, über Anlageklassen weltweit diversifizieren, Kosten und Steuerbelastung niedrig halten und langfristig denken.


In Zeiten wie diesen möchten wir vor allem den letzten Punkt hervorheben und Sie daran erinnern, wie entscheidend es ist, langfristige Anlagedisziplin zu wahren.


Wie die nachstehende Grafik zeigt, sind Volatilität und Marktabschwünge für Anleger unvermeidlich.


Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Indikator für die künftige Wertentwicklung. Hinweis: Die Volatilität entspricht der Standardabweichung der Kursrendite der letzten 30 Geschäftstage des MSCI World Index.

Quellen: Berechnungen von Vanguard auf Grundlage von Daten von Thomson Reuters Datastream.


Die Grafik bildet die Entwicklung der Aktienmärkte während der vergangenen knapp 40 Jahre ab: Mal steigen die Kurse, mal fallen sie, insgesamt ist jedoch ein Aufwärtstrend erkennbar.

In der Vergangenheit haben die Märkte also vor allem Anleger mit einem langfristigen Horizont belohnt.

Unabhängig davon, ob ein Abschwung droht oder nicht, ist es wichtig sich daran zu erinnern - und einen guten Berater zu haben.


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