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Kommt die Rezession?

Aktualisiert: 29. Aug. 2023

Die letzte Rezession der US-Wirtschaft liegt gerade einmal zwei Jahre zurück. Negative Aktienrenditen und aggressive Zinserhöhungen der US-Federal Reserve wecken jedoch Befürchtungen, dass der nächste Abschwung bevorstehen könnte – wenn er nicht bereits im Gange ist. Anleger sollten allerdings bedenken, dass Rezessionen immer erst zeitverzögert erkannt werden. Befindet sich eine Wirtschaft offiziell in einer Rezession, haben die Märkte das Schlimmste oft schon hinter sich.


Das National Bureau of Economic Research (NBER) identifiziert unterschiedliche Phasen des US-Konjunkturzyklus anhand verschiedener Indikatoren, darunter Einkommen und Ausgaben, Beschäftigungsquoten und Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage war keine dieser Kennzahlen dauerhaft ausschlaggebend, frühere US-Rezessionen konnten zudem alle denkbaren Größen und Formen annehmen (auf Englisch). Daher benennen wir Rezessionen rückwirkend und mit zeitlicher Verzögerung, auch weil dann mehr Daten verfügbar sind. Doch weil Rezessionen immer erst im Nachhinein und nicht in Echtzeit erkannt werden, haben die Märkte zum Zeitpunkt der Verkündung manchmal bereits die Erholung im Blick. Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, haben die US-Aktienmärkte seit 1980 in zwei von drei Fällen ihre Talsohle bereits einen Monat vor der Rezessionsverkündung erreicht.1 Im Jahr 2020 erreichten die Aktienkurse ihren Tiefststand im März und damit sogar drei Monate vor der offiziellen Bekanntgabe einer Rezession im Juni. Was bedeutet das für Anleger?


Befindet sich die Wirtschaft offiziell in einer Rezession, sollten sie vor allem Disziplin bewahren und an ihrer Asset-Allokation festhalten. Wer zu diesem Zeitpunkt Aktien verkauft, verpasst eventuell auch die Gewinne der anschließenden Erholungsphase.


Abbildung 1 Zeitverschiebung

Rezessionsankündigung und Talsohlen am US-Aktienmarkt

Daten zu Höchstständen des Konjunkturzyklus und Rezessionen vom National Bureau of Economic Research (NBER). Der US-Markt ist definiert als der Fama/French Total US Market Research Index.


Bruttoinlandsprodukt: Gesamtwert der Güter und Dienstleistungen, die von einem Land innerhalb eines bestimmten Zeitraums produziert werden.


1.) Vor 1979, gab das National Bureau of Economic Research (NBER) keine offiziellen Rezessionen bekannt.


Haftungsbegrenzung

Alle Informationen, Zahlen und Aussagen in diesem Artikel dienen lediglich illustrativen und didaktischen Zwecken. Der Artikel richtet sich an die allgemeine Öffentlichkeit, nicht jedoch an einen einzelnen oder an einzelne Anleger, auch nicht an die existierenden oder künftigen Mandanten der Amatara Independent Advisors GmbH im Besonderen. Unter keinen Umständen sollten diese Artikel oder die darin enthaltenen Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder Angebot im Sinne des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Ob die Informationen in diesem Artikel korrekt sind, können wir nicht mit Gewissheit sagen, wenngleich wir uns bemüht haben, Fehler zu vermeiden. Historische Wertsteigerungen und Renditen bieten keinerlei Gewähr für zukünftig ähnliche Werte. Ein direktes Investment in die hier gezeigten Wertpapierindizes ist nicht möglich. Insbesondere enthält ein solcher Index keine Kosten und Steuern. Investieren in Bankguthaben, Wertpapiere, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringt hohe Verlustrisiken mit sich, bis hin zum Risiko des Totalverlusts. Es ist möglich, dass die Investmenttechniken, die in diesem Dokument genannt werden, zu beträchtlichen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die aus der Verwendung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren.

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