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Immer gut für ein Comeback: die Value-Prämie

Im ersten Halbjahr 2023 haben Value-Aktien eine Minderrendite von mehr als 20 Prozentpunkten gegenüber Growth-Aktien abgeworfen – zum zehnten Mal seit 1926 über einen Zeitraum von zwei Quartalen. Bisher hat sich die Value-Prämie dabei meist so verhalten wie der Held in einem Action-Film: In sieben von neun Fällen folgten auf die Durststrecke vier Quartale mit einer durchschnittlichen Mehrrendite von knapp 29 Prozentpunkten.

Die Datenmenge, auf der diese Aussage beruht, mag relativ klein sein, doch eine durchschnittlich positive Value-Prämie nach einer längeren Schwächephase ist durchaus nicht überraschend. Betrachtet man die andere Seite der Verteilung der Value-Renditen, erkennt man 19 Zwei-Quartals-Zeiträume, in denen die Value-Prämie mehr als +20% betrug. Und in elf dieser Fälle setzte sich die Mehrrendite in den folgenden vier Quartalen fort, die durchschnittliche Prämie für alle 19 Zeiträume betrug 3,6%. Bekanntermaßen lassen sich negative Value-Prämien schwer vorhersagen, doch ungeachtet der aktuellen Wertentwicklung sollten Anleger auch in Zukunft von einer positiven Value-Prämie ausgehen. Diese Aussicht sollte ein erheblicher Anreiz für eine disziplinierte Asset-Allokation sein, mit der Anleger Mehrrenditen abschöpfen können, wenn sich die Value-Prämie einstellt.




Angaben in USD. Juli 1926 bis Juni 2023. Vierteljährliche Renditen von Value- und Growth-Aktien, jeweils dargestellt durch den Fama/French US Value Research Index bzw. den Fama/French US Growth Research Index. Daten von Fama/ French. Die Fama/French Indizes stellen akademische Konzepte dar, die für die Portfoliokonstruktion relevant sein können. Für direkte Anlagen oder als Benchmark stehen sie nicht zur Verfügung. Die Indexwertentwicklung enthält nicht die mit der Verwaltung eines tatsächlichen Portfolios verbundenen Kosten. Die Indexrenditen sind nicht repräsentativ für ein tatsächliches Portfolio und enthalten nicht die mit einem tatsächlichen Investment verbundenen Kosten und Gebühren. Siehe „Indexbeschreibungen“ für Beschreibungen der Fama/French-Indexdaten.


INDEXBESCHREIBUNGEN Fama/French US Value Research Index: Von Fama/French auf Grundlage von Wertpapierdaten von CRSP. Der Index erfasst die 30% der NYSE-Wertpapiere mit dem niedrigsten Kurs/Buchwert-Verhältnis (sowie NYSE American-gelistete Äquivalente seit Juli 1962 und Nasdaq-Äquivalente seit 1973). Fama/French US Growth Research Index: Von Fama/French auf Grundlage von Wertpapierdaten von CRSP. Der Index erfasst die 30% der NYSE-Wertpapiere mit dem höchsten Kurs/Buchwert-Verhältnis (sowie NYSE American-gelistete Äquivalente seit Juli 1962 und Nasdaq-Äquivalente seit 1973).


Haftungsbegrenzung

Alle Informationen, Zahlen und Aussagen in diesem Artikel dienen lediglich illustrativen und didaktischen Zwecken. Der Artikel richtet sich an die allgemeine Öffentlichkeit, nicht jedoch an einen einzelnen oder an einzelne Anleger, auch nicht an die existierenden oder künftigen Mandanten der Amatara Independent Advisors GmbH im Besonderen. Unter keinen Umständen sollten diese Artikel oder die darin enthaltenen Informationen als Finanzberatung, Investitionsempfehlung oder Angebot im Sinne des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes verstanden werden. Ob die Informationen in diesem Artikel korrekt sind, können wir nicht mit Gewissheit sagen, wenngleich wir uns bemüht haben, Fehler zu vermeiden. Historische Wertsteigerungen und Renditen bieten keinerlei Gewähr für zukünftig ähnliche Werte. Ein direktes Investment in die hier gezeigten Wertpapierindizes ist nicht möglich. Insbesondere enthält ein solcher Index keine Kosten und Steuern. Investieren in Bankguthaben, Wertpapiere, Investmentfonds, Immobilien und Rohstoffe bringt hohe Verlustrisiken mit sich, bis hin zum Risiko des Totalverlusts. Es ist möglich, dass die Investmenttechniken, die in diesem Dokument genannt werden, zu beträchtlichen Verlusten führen. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Schäden, die aus der Verwendung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren.

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