Cordyceps sinensis
- Januar 14th, 2010
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Cordyceps sinensis – kleines Raupenwunder
Der Cordyceps sinensis ist besser bekannt als tibetischer Raupenpilz. Er ist ein Schlauchpilz der in der Chinesischen Medizin schon seit Urzeiten eine große Rolle spielt.
Dieser Pilz wächst unterirdisch aus dem Kopf der Mottengattung der Wurzelbohrer. Dabei wachsen die gestielten und keulenförmigen 5 bis 15 cm hohen braunen Fruchtkörper im Frühjahr zur Erdoberfläche.
In China schätzt man den Pilz als Tonikum ebenso wie seinen großen Wert als Statussymbol. Dieser Umstand trägt, zur Freude tibetischer Pilzsammler, sehr zur Preissteigerung des Pilzes bei.
Schon zwei Pilzbewachsene Larven bringen etwa soviel Geld wie ein Tag harter Arbeit im Straßenbau. Dabei kann die tägliche Ausbeute unter Umständen zwischen 5 bis 15 Pilze betragen – eine lukrative Beschäftigung also!
Nicht zuletzt aus diesem Grund ziehen jedes Frühjahr Heerscharen von Tibetern auf die Hochweiden, um diesen winzigen Pilz zu sammeln. Nach statistischen Angaben sind in dieser Zeit etwa 60% der Bevölkerung auf der Suche nach „Bu“, wie die Einheimischen sagen, was so viel wie Raupe oder Wurm bedeutet.
Das hohe Einkommen, das der Pilz den Sammlern beschert, ermöglicht ihnen oftmals den Arzt- oder Krankenhausbesuch, den Kauf von Schulbüchern oder die Zahlung ihrer Steuern.
In Europa wird der Pilz unter bestimmten biotechnologischen Bedingungen kultiviert, zu Pulver verarbeitet und in Kapselform in den Handel gebracht.
Abgesehen von den altbekannten Erkenntnissen in der Chinesischen Heilkunst fand auch die moderne Wissenschaft heraus, dass der Cordyceps sinensis zur Steigerung der Leistung beiträgt, dem Alterungsprozess entgegenwirkt, den Energiestoffwechsel merklich verbessert und damit natürlich auch die Heilung einer Vielzahl von Krankheiten beschleunigt.